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Massage: Thai, Hot Stone, Lomi Lomi und Co.

Egal ob unsere Haut geknetet und gedrückt wird wie bei der klassischen Massage, ob wir eingeschäumt werden wie bei der Hamam Massage oder mit den Unterarmen bearbeitet werden wie bei der Lomi Lomi – eine Massage ist einfach immer ein Genuss. Dabei ist fast egal, um welche Massage es sich handelt. Denn die Wirkung einer Massage geht weit über das bloße Lösen von Verspannungen in den Muskeln hinaus. Sie entspannt uns nicht nur körperlich, sondern auch mental und emotional. Sie sorgt für ein wunderbares Wohlbefinden und kann gegen vielerlei Beschwerden helfen. In vielen Kulturen der Welt wird sie deshalb nicht nur zu Wellness-Zwecken, sondern auch als Therapie bei verschiedensten Beschwerden eingesetzt.


Wir möchten Dir hier die bekanntesten Massage-Formen vorstellen: von der klassischen Massage Europas über die Lomi Lomi Massage aus Hawaii bis hin zur beliebten Thai-Massage. Betrete mit uns das Reich der wohligen Entspannung und lass Dich von Heilmassagen aus aller Welt verzaubern!


Was ist eine Massage?

Die Massage ist eine therapeutische Körperarbeit, die Muskeln, Haut und Bindegewebe positiv beeinflusst, indem sie auf diese Strukturen Zug, Druck und Dehnung ausübt. Es gibt viele verschiedene Arten von Massagen, darunter die berühmte Thai-Massage, die Lomi Lomi Massage, die Fußreflexzonenmassage oder hierzulande vor allem die klassische Massage. Allesamt gemein ist ihnen, dass sie als Heilmittel bei körperlichen Beschwerden wie zum Beispiel Rückenschmerzen eingesetzt werden, aber auch zu mehr Entspannung und einem gesteigerten psychischen Wohlbefinden führen sollen. Stichwort: Wellness.


Wie wirkt eine Massage?

Eine Massage – wie die klassische Massage, die Thai-Massage oder die Hot Stone Massage – hat eine ganzheitliche Wirkung auf den Körper. Das bedeutet, die positiven gesundheitlichen Effekte einer Massage treten auf verschiedenen Ebenen und in verschiedenen Körpersystemen auf. So werden bei einer solchen Behandlung längst nicht nur lokale Muskelverspannungen gelöst, sodass Schmerzen zurückgehen können. Auch das Bindegewebe und andere Strukturen wie Gelenke werden flexibler, wodurch sich ebenfalls Schmerzen reduzieren lassen. Zudem wird während einer Massage die Durchblutung von Haut, Muskeln und dem Bindegewebe angeregt, sodass diese Strukturen besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden.


Daneben regt eine Massage den Stoffwechsel an, der Lymphfluss verbessert sich, wodurch Stoffwechselendprodukte besser abtransportiert werden und sich beispielsweise Schmerzen bei Gicht bessern können. Auch wird durch eine Massage die Bildung von Gelenkflüssigkeit gefördert, weshalb Gelenkschmerzen zurückgehen können.


Und wie Du sicherlich auch schon am eigenen Körper erfahren hast, hat eine Massage auch immer eine entspannende Wirkung auf die Psyche. Stresshormone weichen Glückshormonen, die Dein emotionales Wohlbefinden auf ein angenehmes Level befördern. Entspannung und Glück durchströmen Dich. Atem- und Herzfrequenz sinken, die Verdauung wird angeregt, indem die Darmbewegungen zunehmen. Auch die Nieren bilden mehr Urin, um vermehrt belastende Stoffe über den Urin auszuscheiden. Massage bedeutet Entspannung auf körperlicher, mentaler und emotionaler Ebene.


Anwendung von Massagen

Oft kommen Massagen im Bereich Wellness zur Anwendung, also immer dort, wo wir dem hektischen Alltag zu entfliehen suchen und Entspannung sowie ein besseres Wohlbefinden suchen. Doch auch bei verschiedenen körperlichen, mentalen oder psychosomatischen Beschwerden kann eine Massage beim Physiotherapeuten oder einer Physiotherapeutin Wunder wirken: 


  • Verspannungen und Verhärtungen der Muskeln

  • Rückenschmerzen, Nackenschmerzen

  • Kopfschmerzen, Migräne

  • Wirbelsäulenprobleme wie HWS (Halswirbelsäulen-Syndrom) und LWS (Lendenwirbelsäulen-Syndrom)

  • Psychosomatische Beschwerden (Reizdarm, Asthma, Bluthochdruck, nervösem Herzstolpern)

  • Stress und Stresssymptomen (wie Schlafstörungen, innerer Unruhe, Ängsten)

  • Gelenkschmerzen (z. B. bei rheumatoider Arthritis und Arthrose)




Welche Arten von Massagen gibt es?

So bunt und vielfältig wie unsere Welt ist, so verschiedenartig kann auch eine Massage aussehen. Aus diesem Grund möchten wir Dir hier einen Auszug aus der reichhaltigen Palette der Massagen aus verschiedenen Winkeln unserer Erde präsentieren:

 

  • Klassische Massage (Schwedische Massage)

  • Aromaölmassage

  • Lymphdrainage

  • Hot Stone Massage

  • Hamam

  • Fußreflexzonenmassage

  • Thai-Massage

  • Lomi Lomi Massage 

  • Shiatsu

  • Akupressur

  • Ayurveda Massage

  • Chavutti Thirumal Massage

  • Tiefengewebsmassage

  • Bindegewebsmassage 

Klassische Massage: fester Bestandteil der Physiotherapie 

Die klassische Massage oder auch schwedische Massage kennst Du bestimmt, denn sie wird gewöhnlich im Rahmen einer Physiotherapie verordnet, wenn Du Verspannungen in der Muskulatur oder Schmerzen im Rücken hast. Durch Drücken, Streichen, Kneten oder Klatschen auf die Haut des problematischen Bereiches lockern Physiotherapeuten oder Physiotherapeutinnen bei dieser medizinischen Massage verspannte Muskeln oder verklebte Faszien, sodass Schmerzen und andere Beschwerden zurückgehen können. Die klassische Massagetherapie ist ein wichtiger Bestandteil der Physiotherapie bzw. Krankengymnastik unserer westlichen Heilkultur.

Aromaölmassage

Die Aromamassage oder Aromaölmassage ist eine Technik, bei der Masseur:innen die Kraft der ätherischen Öle bestimmter Pflanzen nutzen. Nicht nur die schönen Düfte, sondern auch das angenehme Öl auf der Haut führen hier in Kombination mit verschiedenen Massagetechniken zur Entspannung. Bei der Aromaölmassage kannst Du Dein eigenes ätherisches Öl auswählen. Neben Lavendel und Rose stehen Dir etwa Zitrone, Lemongras oder Vanille zur Verfügung. 

Lymphdrainage

Bei der Lymphdrainage oder auch Lymphmassage folgt die Bewegung der Hand den Lymphbahnen im Körper. Durch rhythmische, etwa kreisende Massagebewegungen wird der Lymphfluss bei dieser Massagetechnik verbessert, Stoffwechselendprodukte und Giftstoffe können besser abtransportiert werden. Besonders oft kommt diese Massagetechnik zum Einsatz, wenn man ein Lipödem (vermehrtes Unterhautfettgewebe) oder ein Lymphödem (gestörter Lymphabfluss) hat.

Hot Stone Massage

Bei der Hot Stone Massage werden auf bis zu 50 bis 60 Grad Celsius erhitzte Steine auf Deinen Rücken aufgelegt. Die Wärme fühlt sich sehr angenehm an und hilft dabei, Verspannungen zu lösen. Fallen besondere Verspannungen der Muskeln auf, kann mit den ebenen Steinen aus Basalt oder erhärteter Lava auch massiert werden. Die Ursprünge der Hot Stone Massage sind nicht ganz geklärt. Die Technik könnte ihren Ursprung sowohl in Hawaii, als auch in China sowie den indigenen Kulturen Nordamerikas haben. 

Hamam Massage

Hamam ist ein traditionelles, türkisches Dampfbad, dessen Ursprünge im orientalischen Raum zu verorten sind. Nach einem Besuch im Dampfbad wird bei dieser Massagetechnik eine flauschig-weiche Schaummassage mit einem Leinentuch durchgeführt. 

Fußreflexzonenmassage

Die Fußreflexzonenmassage ist eine sehr alte Massagetechnik, die sowohl bei den indigenen Naturvölkern Nordamerikas als auch im alten China oder Ägypten praktiziert wurde. Sie basiert auf der Annahme, dass die Haut der Fußsohle über Nerven mit unseren Organen in Verbindung steht. So soll z. B. durch Massage eines bestimmten Fußbereiches positiver Einfluss auf ein bestimmtes Organ genommen werden können. Nach diesem Wirkprinzip sollen sich demnach verschiedenste gesundheitliche Beschwerden wie Verdauungsprobleme, Kopfschmerzen oder Allergien lindern lassen. 

Thai-Massage

Die traditionelle Thai-Massage ist eine oft ölfreie, exotische Massage aus Thailand. Da sie mit Elementen des indischen Yoga arbeitet, nennt man sie auch “Thai-Yoga-Massage”.  So werden bei dieser Technik beispielsweise Streckungen und Dehnungen an Deinem Körper durchgeführt, die an die Yoga-Position “Kobra” erinnern. Oft wird die Thai-Massage als Kombination aus chinesischer Akupressur und Yoga-Positionen beschrieben.

Lomi Lomi Massage 

Die Lomi Lomi Massage ist eine traditionelle, ganzheitliche Technik, die aus Hawaii stammt. Sie wird zur Behandlung bei Stress sowie bei vielen anderen Beschwerden eingesetzt, im Westen wird sie aber eher als Wellness-Behandlung geschätzt. Die Massagetechnik stammt ursprünglich von den Schamanen der Polynesier, die sie bei ihrer Ankunft auf Hawaii weiterentwickelten. Die fließenden, harmonischen Bewegungen werden vom Masseur oder von der Masseurin mit der Hand, dem Ellenbogen sowie dem ganzen Unterarm ausgeführt.  

Shiatsu

Shiatsu ist eine Massagetechnik aus Japan. “Shiatsu” bedeutet "Fingerdruck" und der Name ist hier auch Programm. Denn bei dieser Praxis wird vom Masseur oder von der Masseurin mit den Fingerkuppen, dem Daumen oder der ganzen Hand Druck auf bestimmte Körperpunkte ausgeübt, an denen die Energie “blockiert” ist und nicht mehr frei fließen kann. Nach Auffassung der Praktizierenden kann Gesundheit nur dort sein, wo die Lebensenergie (das “Ki”) frei fließen kann. Die Behandlung ist die japanische Form der chinesischen Akupressur und trägt auch den Beinamen “Akupunktur ohne Nadeln”. Sie wird ebenfalls als ganzheitliche Therapie betrachtet, um Geist, Seele und Körper in Harmonie zu bringen.  

Akupressur

Akupressur ist eine Praxis, die ihren Ursprung im alten China hat. Wie beim japanischen Shiatsu wird mithilfe der Daumen oder Finger Druck auf bestimmte Punkte am Körper ausgeübt. Denn laut TCM, der Traditionellen Chinesischen Medizin, kann daraufhin die Lebensenergie (das “Qi”), die in diesem Bereich blockiert war, wieder frei fließen. Dies soll eine Linderung oder ein Abklingen der Beschwerden zur Folge haben. 

Ayurveda Massage

Ayurveda bezeichnet die traditionelle indische Heilkunst, in der die Ayurvedischen Massagen einen wichtigen Baustein ausmachen. Es gibt viele verschiedene ayurvedische Massagen, die sowohl zu Heilzwecken als auch zur Entspannung eingesetzt werden. Ihnen gemein ist aber, dass sie sich am Ayurveda-Prinzip, also dem traditionellen indischen “Wissen vom gesunden Leben”, orientieren. Die ayurvedische Lehre beruht auf den folgenden vier Elementen: Sharira (Körper), Mana (Verstand), Atma (Seele) und Indria (Sinnesorgan). Erst wenn alle vier Sphären miteinander im Einklang sind, kann Heilung erfolgen.  

Chavutti Thirumal Massage

Die Chavutti Thirumal Massage ist auch unter der Bezeichnung „Fuß-/Seilmassage“ bekannt. Denn bei dieser 2.000 Jahre alten Praxis, die die indischen Kalari-Kampfkünstler entwickelt haben, “laufen” die Masseur:innen wortwörtlich auf ihren Patient:innen, die auf dem Boden liegen und bearbeiten diese auf diese Art durch vorsichtigen Fußdruck. Dies geschieht, indem sich die Masseur:innen während der Behandlung an einem Seil festhalten, das quer durch den Behandlungsraum verläuft.  

Tiefengewebsmassage

Die Tiefengewebsmassage ist eine Massagetechnik, bei der tieferliegende Muskeln und das Bindegewebe gezielt angesprochen werden. Bei dieser Praxis setzen Masseure und Masseurinnen neben den Fingern die Faust, den Ellenbogen, die Unterarme sowie die Knöchel der Hand ein, um das tiefer sitzende Gewebe von Verspannungen bzw. Verklebungen zu befreien.   


Bindegewebsmassage

Die Bindegewebsmassage richtet den Fokus gezielt auf das Bindegewebe. Dieses Gewebe kann wie Muskeln auch verspannt, verdreht oder verklebt sein. Die Erfinderin, Elisabeth Dicke, konnte sich selbst durch Erfindung und Selbstanwendung dieses Massage-Verfahrens vor einer Beinamputation bewahren, zu der es aufgrund einer starken Durchblutungsstörung beinahe gekommen wäre. Laut Bindegewebsmassage können erhöhte Spannungen im Bindegewebe auch auf Erkrankungen oder Beschwerden an inneren Organen hindeuten. Diese könne man durch eine gezielte Massage des Bindegewebes verbessern, denn die Haut ist über das Nervensystem (Reflexbogen) mit den Organen verbunden. Daneben können auch Erkrankungen des Bewegungsapparates mit dieser Massagetechnik behandelt werden. 




 

Massage Kontraindikationen: Wann nicht anwenden?

In den meisten Fällen wird Dir eine Massage – sei es nun in einer Praxis für Physiotherapie oder einem Wellness-Zentrum –  im wahrsten Sinne unter die Haut gehen, Dich entspannen und glücklich machen. Dennoch ist es in bestimmten Fällen wichtig, Vorsicht walten zu lassen. Dies gilt insbesondere bei folgenden Erkrankungen und Problemen: 

  • Akuten Entzündungen

  • Infektionen (mit Fieber)

  • Schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen

  • Erkrankungen der Blutgefäße (z. B. Venenleiden)

  • Erhöhter Blutungsneigung

  • Muskelerkrankungen

  • Erkrankungen der Nerven

  • Krebs

  • Offenen Wunden (etwa durch Verletzungen oder durch Hauterkrankungen wie z. B. bei Neurodermitis, Akne)

  • Verletzungen am Knochen oder der Muskeln


Wer trägt die Kosten für eine Massage?

Wenn Du als Patient:in bei Deinem Arzt oder Deiner Ärztin warst und man Dir dort eine medizinische Diagnose gegeben hat, die eine Massage im Rahmen einer Physiotherapie rechtfertigt, dann werden die Kosten für eine klassische Massage von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Bei manchen Kassen musst Du noch einen geringfügigen Eigenanteil leisten. Möchtest Du hingegen in den Genuss einer Hamam Massage, einer Lomi Lomi Massage oder einer der anderen Wellness-Massagen kommen, musst Du in der Regel selbst dafür bezahlen. 


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